 |
 |
- Kokainlieferant
Kokastrauch
- Kokain ist ein
weißes, bitter schmeckendes Pulver. Es ist der Suchtstoff,
der aus den Blättern des Kokastrauchs gewonnen wird.
Der Kokastrauch wird in Südamerika, in den Anden, angebaut.
Mitte des letzten Jahrhunderts wurde aus importierten Kokablättern
erstmals auf chemische Weise der Wirkstoff Kokain gewonnen und
als Arzneimittel auf den Markt gebracht. Kokain galt zeitweilig
als Wundermittel. Sigmund Freud zum Beispiel empfahl Kokain gegen
Kopfschmerzen und Müdigkeit.
Auch Colagetränke
enthielten Kokain, bis die Suchtwirkung des Kokains bekannt wurde.
- Kokain ist heute
eine illegale Droge, deren Gebrauch, Einfuhr, Handel und Anbau
in Deutschland verboten ist
- Koksen
- Kokainkonsum
wird auch als Koksen bezeichnet. Meist wird das Pulver geschnupft,
seltener gespritzt.
- Die Wirkung
- Die Wirkung
von Kokain ist je nach Art des Konsums unterschiedlich.
Gespritztes
Kokain wirkt stärker als geschnupftes, die Suchtgefahr und
die Gefahr einer Überdosierung erhöht sich. Kokain regt
an, beeinflußt das Gehirn und Nervensystem und beschleunigt
den Kreislauf, Kokain hat zunächst folgende Wirkungen:
stark aufputschend,
leistungssteigernd,
Überaktivität,
Rededrang, Selbstüberschätzung,
Hemmungslosigkeit.
Bei längerer
Einnahme und höherer Dosierung können auch Aggressionen,
Verfolgungswahn,
Depressionen,
auftreten.
- Akute Gefahren

- Zu
hohe Kokaindosierungen können zu Kreislaufüberlastung,
Herzversagen,
Atemstillstand,
und Tod
führen.
In Kombination mit Alkohol erhöht sich diese Gefahr. Wegen
der Selbstüberschätzung des Kokainkonsumenten sind auch
gefährliche Kurzschlußhandlungen möglich.
Kokain
verursacht hohe seelische Abhängigkeit. Beim Kokainschnupfen
entsteht keine körperliche Abhängigkeit.
- Schickeria-Droge
mit negativen sozialen Folgen

- Kokain ist wegen
seines hohen Preises vor allem in Schickeria-Kreisen konsumiert
worden. Die Wirkung des Kokains paßt gut in eine Gesellschaft,
in der Leistung, Durchsetzungsvermögen und Selbstsicherheit
bestimmend sind. Kokainkonsumenten werden jedoch zunehmend unsensibler
für ihre Mitmenschen und entwickeln ein größenwahnsinniges
Verhalten. Die nervliche Überlastung kann zu Minderung der
Selbstkontrolle, Aggressionen und Gewalt führen.
- Langfristige
Gesundheitsschäden

- Kokainmißbrauch
durch Spritzen kann langfristig zu einer Schwächung des Immunsystems
und zu Leberschäden führen. Kokainschnupfen schädigt
die Nasenschleimhaut und führt zu Entzündungen der Nasenscheidewand.
- Aktueller
Konsum

- 20 000 bis 50
000 Kokainkonsumenten werden in Deutschland vermutet. Dies entspricht
einer Jahresmenge von 4 bis 12 Tonnen Kokain. Der hohe Preis hat den Konsum zunächst
auf einkommensstarke Personengruppen beschränkt.
- Inzwischen breitet
sich die Droge jedoch aus, besonders in ihrer noch gefährlicheren
Billigvariante Crack. Siehe auch die Schublade: Crack.
- Zur Geschichte
des Kokains
- Die Blätter
des Kokastrauchs wurden schon von den Inkas gekaut. Auch heute
noch werden von den Bewohnern der Anden die Blätter als Alltagsdroge
konsumiert. Nach dem Import der Blätter nach Deutschland
und der chemischen Verarbeitung zu Pulver kam das Kokain als Arznei-
und Genußmittel in Mode. In den Zwanziger Jahren wurde es
verboten und entwickelte sich dann zur teuren illegalen Droge
der "Schönen und Reichen".
|
 |
|
 |